55 einzigartige Fotos meiner Ostafrikareise (Uganda, Kenia, Tansania inkl. Sansibar) + Volunteering

Mann zeigt auf grüne Fläche

Wie das Leben so spielt, hat sich für mich im Sommer 2021 eine Chance ergeben eine längere Reise zu machen. Ich hatte immer im Hinterkopf mal Volunteering zu machen, am liebsten im IT-Bereich. Schon im Dezember 2020 hatte ich Kontakt zu Heike von Lichtstrahl Uganda aufgenommen. Aufgrund der damals anstehenden Wahlen in Uganda hat sie mir von einer Reise abgeraten. Da Lichtstrahl Uganda kein klassisches Volunteering anbietet, habe ich um Vermittlung gebeten. Nach einem weiteren Gespräch mit Heike kam ihr die Idee, dass ich doch dem Projekt unter die Arme greifen kann. Also los gehts auf nach Uganda – Die Perle Afrikas. Gebucht hatte ich den Hinflug nach Kampala in Uganda und den Rückflug von Sansibar. Auf meiner Route durchquerte ich Kenia und Tansania. Ich durfte wieder einiges Erleben und möchte Dich daran Teil lassen haben, vielleicht sogar Deine nächste Reise inspirieren. Ich freue mich auf Dein Feedback!

Kurzübersicht

  • Sprachen: Englisch, Swahili, verschiedenste Stammessprachen
  • (Reise-) Dauer: 7 Wochen
  • Reisezeit: Juni/Juli
  • Abenteuer: 3/3
  • Budget: Medium Budget

Reiseroute

Anreise

Zielflughafen in Uganda ist Entebbe (EBB), Entebbe ist ca. 30 Minuten von der Hauptstadt Kampala entfernt. Direktflüge gibt es z.B. ab Frankfurt, Amsterdam oder Brüssel. Meist sind Verbindungen über Doha mit Qatar Airways, Istanbul mit Turkish Airlines oder Dubai mit Emirates jedoch wesentlich günstiger. Die Gesamtdauer kann sich so aber schnell verdoppeln.

Ich bin jedenfalls ab Frankfurt über Doha geflogen. Um 11 Uhr morgens mit dem ICE von Aachen nach Frankfurt Flughafen (das dauert wirklich nur 1:40 h), von dort aus nach Doha und weiter nach Entebbe. Ankunft: morgens um 7 Uhr am nächsten Tag. Von Entebbe bis nach Gulu sind es weitere 6 Stunden Fahrt.

Unterkünfte

Uganda:

Via Via Entebbe

Red Chilli Hideaway im Murchinson Falls National Park und Kampala

Kenia:

Khweza Bed & Breakfast in Nairobi

Diani Backpackers in Diani Beach

Tansania:

White House of Tanzania in Arusha

David Crater Homestay in Lushoto (15 Minuten zu Fuß vom Bushof, kein typisches Hostel)

The Slow Leopard in Dar-es-Salaam

Sansibar:

ZLife Hostel in Stone Town

Green’s Nungwi in Nungwi

Your Zanzibar Place in Paje

New Teddy’s Place in Jambiani

Fortbewegung

In Uganda konnte ich mich wegen der Corona-Beschränkungen nur mit privatem Fahrer bewegen. Deswegen habe ich auch nur die eine Safari gemacht und nicht viel mehr von Uganda gesehen. Öffentlicher Nah- und Fernverkehr war komplett lahmgelegt, daher musste ich nach Kenia fliegen. Von Entebbe nach Nairobi gibt es täglich mehrere Verbindungen, auch nach Mombasa, Arusha oder Sansibar gibt es regelmäßige Flüge.

In Kenia gibt es für kurze Strecken sehr günstige Minibusse (Dala-Dala), Uber und Bolt funktionieren auch. Für Fernstrecken gibt es dann Reisebusse, zum Beispiel Tahmeed Express (sogar online Buchung) Was auch immer geht ist einfach zur Busstation laufen, glaube mir, dir wird sofort Hilfe angeboten, natürlich mit Kommission 😀

Von Nairobi nach Arusha oder Moshi fährt der Riverside Shuttle. Damit habe ich eine gute Erfahrung gemacht.

Für die Strecke Nairobi nach Mombasa oder zurück empfehle ich sehr den Madaraka Express. Der Zug ist preiswert, komfortabel, schnell und sicher. Er fährt 3x am Tag, zwei Express Verbindungen und eine mit mehreren Stopps auf der Strecke.

In Tansania gibt es einen Zug von Arusha nach Dar-es-Salaam. Ich habe bisher nur gutes darüber gehört, konnte ihn leider selber nicht ausprobieren. Mehr Infos: booking.trc.co.tz Ansonsten fährt auch hier Tahmeed Express und ganz viele andere. Für die Fährüberfahrt von Tansania nach Sansibar kannst du Azam Ferries nehmen. Das Ticket solltest du entweder online oder am offiziellen Schalter kaufen – Preis 35 USD (August 2021)

Auf Sansibar kannst du mit den Dala-Dalas fahren, egal wohin es wird weniger als 3 EUR kosten 😀 Informationen zur genauen Streckenführung am besten im Hostel oder an der Haltestelle erfragen. Von Vorteil ist, dass hier das Ziel auf dem Bus steht! Manche Backpacker teilen sich aber auch ein Taxi.

Fotoreihe

UGANDA

Bohnen in Säcken neben eine Frau in Uganda
Auf dem Weg zum Lichtstrahl Projekt gibt es einen kleinen Markt, oft sitzen hier die Frauen und verkaufen, was die Ernte so gebracht hat. Das sind vor allem Bohnen und Kartoffeln. Aus großen Lautsprechern ertönt afrikanische Musik.
Markt auf Lehmstraße
Gulus Straßen sind zwar geteert, aber nur die Hauptverkehrsstraßen. Sobald man sich auf dem Seitenstreifen oder einer Nebenstraße befindet, wird es staubig. Das führt besonders in der Regenzeit zu Problemen. Am Straßenrand wird alles Mögliche verkauft. Die Häuser entlang der großen Straßen sind meist mit Werbung von großen Marken bemalt und werden vermietet.
Gruppe Kinder in Afrika
Hier besuche ich die Kids im OVC Home.
O-rphaned –> verwaiste
V-ulnerable –> verletzlich
C-hildren –> Kinder
Es ist sehr schön zu sehen, was Heike und ihr Team vom Lichtstrahl Projekt für die Kids aufgebaut haben. Die Kids freuen sich sehr über Besuch. Sie haben mir stolz ihre selbstgemachten Armbänder gezeigt und wir haben gemeinsam getanzt
Mehr Infos zum Projekt: https://www.lichtstrahl-uganda.de/
zwei Häuser
Das sind die zwei Guesthouses von außen. Pro Haus gibt es zwei Zimmer, alle mit en-suite Badezimmer.
Alkove
Vom Guesthouse hat man einen tollen Blick auf die Felder.
Bett mit Moskitonetz
Mein Zimmer im Lichtstrahl Projekt in Gulu, Uganda für 2,5 Wochen. Hier habe ich mich sehr wohlgefühlt. Alles sauber, ordentlich, mit Herz und Auge aufs Detail eingerichtet. https://www.lightray-roestbar.com/
Eine Tasse Kaffee, ein bunter Obstteller und zwei Waffeln
Bei meinem Volunteering bei Lichtstrahl Uganda, wurde ich sehr gut verpflegt. Feliks und die Crew von Lightray Roestbar Coffeeshop and Guesthouses beherrschen neben der lokalen Küche auch eine tolle Auswahl an westlichen Gerichten! Manchmal habe ich mir zu dem leckeren Obstteller, noch Pancakes oder Waffeln gegönnt. Die Avocados sind hier übrigens riesig und werden (richtigerweise) als Obst gegessen. Feliks war überrascht, als ich die Avocado aussortierte und zum Schluss mit Salz und Pfeffer gegessen habe 😀
Frauen schleppen Wasser vom Brunnen
In Uganda haben die meisten Menschen keinen direkten Zugang zu Wasser, wegen der Armut können sie sich auch nicht leisten Wasser zu kaufen. Deswegen laufen die Einheimischen zum Brunnen und schleppen das Wasser. Frauen und Kinder tragen die Wasserkanister, selten habe ich auch Kinder mit einer Schubkarre gesehen.
Während meiner Zeit bei Lichtstrahl Uganda durfte ich zweimal die Sozialarbeiterin begleiten. Zu Fuß sind wir durch die Feldwege zu den Familien gewandert. Eine typische Hütte in Uganda wird aus Lehm gebaut und hat ein Dach aus Gras, die Form ist rund. (Rondavel). Lehmziegel werden an jeder Ecke von den Dorfbewohnern hergestellt. Eine Familie wohnt gemeinsam in nebeneinanderliegenden Rondavels. Eine andere Wohnart ist ein Haus mit 4-6 Eingängen mit je 1-2 Zimmern. Jede Familie im engen Sinne hat einen Eingang mit den 1-2 Zimmern. Die Ausstattung der Hütte im Bild ist nur ein Ofen zum Kochen, eine Ecke zum Schlafen. Die Familien, die wir besuchten haben, die unterschiedlichsten Probleme: Krankheiten, Elternteil verstorben/verschwunden, Alkoholprobleme, psychische Probleme, physische Einschränkungen und und und…. Lichtstrahl Uganda hat gute Verbindungen zu den Dörfern. Familien oder Kinder die unterstützt werden sollen durchlaufen eine Art Auswahlprozess. Unterstützt werden sie abgesehen von der medizinischen Grundversorgung die Lichtstrahl Uganda JEDEM zur Verfügung stellt, mit Grundnahrungsmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln und ggf. auch kleine Summen Bargeld. Darüber hinaus gibt es die Kinder, welche die Grundschule besuchen dürfen. Bildung, Ausbildung und Weiterbildung spielen bei Lichtstahl eine sehr große Rolle.
Globus geht im Wasser unter
Dieser Globus steht normalerweise im Trockenen und ist ein beliebtes Fotomotiv, denn von hier startet und endet die Bootstour auf dem blauen Nil zu den Murchison Falls (Wasserfall). Man könnte es als Zeichen für den Klimawandel verstehen…
Ganz nah dran an einer Giraffe.
rotbraunes Warzenschwein im Gras versteckt
Auf meiner Safari habe ich viele Pumbaas gesehen (rotbraune Warzenschweine)
Giraffe zwischen den Gräsern
Giraffe im Murchison National Park. Bei Giraffen gilt die Regel je dunkler, desto älter.
Kuhantilope im Grünen
Hier siehst du eine sogenannte Jackson-Kuhantilope, sie kommt in Ost- und Zentralafrika vor ist aber stark gefährdet. Im Murchison Falls National Park gab es einige Herden zu sehen.
Eine große Herde von Büffeln. Erst haben wir sie nur aus der Ferne sehen können. Ganz viele schwarze Punkte. Später waren wir dann nah dran. Die Büffel blockierten uns den Weg.
Blauer Nil in Murchison Falls National Park
Mann zeigt auf Hippo
Auf der Bootstour über den blauen Nil in Richtung des Murchison Falls durfte ich Nilpferde bestaunen. Fakt #1: Eigentlich sind sie Nachtaktiv, aber hier baden sie. Fakt #2: Nilpferde sind die gefährlichsten Tiere Afrikas.
Wasserfall
Der Murchison Wasserfall liegt in dem nach ihm benannten Murchison Falls National Park. Er soll der stärkste Wasserfall der Welt sein.
Nach meiner Safari in Uganda bin ich ins VIa Via Entebbe eingekehrt. Ein tolles Hostel, mit Standorten weltweit, geführt von einem Belgier. Zunächst muss ich sagen, dass die Pommes und die selbstgemachte Mayonnaise der Wahnsinn waren. Chapeau an die Belgier, nicht umsonst gelten sie als Erfinder der Fritte 😀 Im Hostel lernte ich Mirjam und Torsten kennen, sie waren gemeinsam in Uganda unterwegs. Beide lieben das Fotografieren. Am nächsten Morgen begleitet ich sie zum Sonnenaufgang am Fischerhafen.

KENIA

Stadt von oben in Nairobi, Kenia
Im Lonely Planet wurde das Kenyatta International Conference Center als Viewpoint über Nairobi, die Hauptstadt Kenias betitelt. Also machte ich mich auf dorthin. Am bewachten Eingang blockte der Polizist mich ab, mit der Begründung, dass der Viewpoint gesperrt sei…COVID-19. Ich fragte ob ich trotzdem durch das Gebäude gehen darf um auf die andere Seite zu gelangen. Kein Problem. Keine 50 Meter nachdem ich das Gebäude wieder verlassen hatte, kam ein zweiter Polizist hinter mir hergelaufen. Ganz nach dem Motto welches die Polizei an jeder Ecke ausgeschildert: „No bribe zone“ (Gibt es auch official bribe zones ?? 😀 ), bat der Polizist mich um 5 Euro und führte mich hoch.
Nach 2 Nächten Nairobi im Khweza bed & breakfast und schon 3 Wochen Afrika OHNE MEER, wollte ich nun endlich in den Osten ans Meer. Im Hostel habe ich den Niederländer Thom kennengelernt, wir hatten den gleichen Plan. Der beste, komfortabelste und schnellste Weg von Nairobi nach Mombasa oder zurück ist der Zug Madaraka Express (SGR). Es empfiehlt sich sehr ein Ticket online zu reservieren. Dafür benötigt man allerdings eine Kenianische Nummer und ein M-Pesa Account (mobile payment), dabei hilft euch bestimmt das Hostel. Wir haben ein Ticket bis Emali bekommen, immerhin über 2,5 Stunden Busfahrt gespart. Von dort aus wollten wir ein Stück Richtung Mount Kilimandscharo fahren, um ihn aus der Ferne zu bewundern. Weil es bewölkt war, entschieden wir uns direkt weiter zur fahren. Ein Ticketverkäufer, der selber keine Tickets mehr hatte, half uns auf der Straße einen Bus abzufangen. Das war ein Abenteuer! Ziemlich alter Bus, eigentlich komplett voll mit Kenianern, auch einer Schulklasse. Aber netterweise wurde irgendwie Platz gemacht für uns. Erste Reihe, direkt an der Windschutzscheibe, der Platz war sehr beengend, die Knie hingen quasi direkt an der Scheibe. 😀 Schlimmer waren für mich aber die Manöver des Busfahrers, ein Überholvorgang nach dem anderen, oft habe ich den Gegenverkehr schon in uns crashen sehen. Beim Nachtanken, wurde bei laufendem Motor, Öl nachgefüllt. Zwischen dem Fahrersitz und meinem Sitz wurde eine Klappe geöffnet und das Öl nachgefüllt. Eine kleine Klappe über dem Motor blieb von dort an offen. Eine tolle Heizung und super Luft zwischen meinen Füßen 😀 Es dauerte ca. 7 Stunden in diesem Bus bis nach Mombasa. Von dort aus verhandelten wir einen guten Preis für ein Taxi nach Diani Beach. Der Einbruch der Dunkelheit war schon nahe. Tipp (HOW NOT TO DO): Nairobi to Diani Beach Taxi-Zug-Bus-Taxi – 14 Stunden Auf dem Rückweg habe ich den Schnellzug genommen. Es war viel angenehmer 😀
Der Diani Beach in Kenia ist wirklich so strahlend-weiß wie man es von den Bildern kennt. Im Diani Beach Backpackers habe ich sofort Gleichgesinnte gefunden und wir hatten ein paar tolle gemeinsame Tage und Nächte. Am Wochenende hat das Hostel jeden Abend eine Party geschmissen.
Mann erstellt Souvenirs
Ein Elefant aus Holz mit deinem Namen. Oder ein großen Namenschild? An der Küste von Kenia und Tansania kein Problem. Als kleines Souvenir habe ich ein paar verschiedene Tiere aus Holz mit Namen versehen lassen. Bei einem Kokoswasser konnte ich den Herren beim Feilen und schnitzen zusehen. Am Ende wurde alles mit Schuhlack geölt und fertig.
Sitzkissen auf dem Boden mit einem tiefen Tisch in der Mitte
In der Altstadt Mombasas pulsiert das Leben, ein hektisches Treiben in den engen Straßen mit Märkten. Viele Gerüche kommen zusammen, Gewürze, Kleidung, Streetfood, aber auch Modder vom letzten Regen auf der Straße. Dazu kommt ein kleiner Kulturschock. Diani Beach ist sehr touristisch und westlich, in Nairobi sind alle Kulturen gemischt. In der Altstadt Mombasas kommt die Kultur der Swahili zum Leben. Eine muslimische Kultur die über Jahrhunderte durch Einwanderer aus arabischen und asiatischen Ländern entstanden ist. Das bedeutet in der Außenwirkung: Die Gebäude sehen anders aus, die Traditionen unterscheiden sich, die Religion ist eine andere, die Menschen tragen andere Kleidung und … TROMMELWIRBEL … Kulinarisch gibt es wieder etwas zu probieren, die Küche ist eine andere! Das Jahazi Coffee House befindet sich im Kern der Altstadt und spiegelt mit seinem Stil und der Speisekarte die Swahilische Kultur wider. Ein kleiner Vorgeschmack: Der Kaffee wird entweder mit Ingwer oder Zimt zubereitet, aber besonders köstlich sind die Backwaren. Hier findest du also einen Rückzugsort vom Trubel auf den Straßen Mombasas und erfährst dabei mehr über die Swahili Kultur, zudem gehen die Gewinne an eine Stiftung zur Drogenprävention. Also Kohle&Kalorien für den guten Zweck 😀 https://www.facebook.com/jahazicoffeehouse/

TANZANIA

Geldscheine der Währung in Tansania
Tansania Schillings sind meiner Meinung nach eine der schönsten Währungen, anstatt von wichtigen Personen oder Wahrzeichen werden in Tansania verschiedene Tiere und Sehenswürdigkeiten abgebildet. Die damit verbundenen Einnahmen durch den Tourismus machten in Pre-Covid Zeiten ca. 4,5 des BIP aus.
Kunstgallerie
Das Cultural Heritage Museum Tanzania mit seiner African Art Gallery befindet sich am Stadtrand von Arusha. Ich finde es beeindruckend was dort aufgebaut wurde, besonders die Größe und Vielfalt der Art Gallery. Laut dem Betreiber die größte Kunstausstellung Afrikas. Ein Besuch lohnt sich definitiv!
Obst und Gemüsemarkt
Der Markt in Arusha ist relativ groß, die Händler befinden sich in einer Halle und auch davor. Von Obst und Gemüse über Kleidung bis hin zu Schuhe und Taschen, hier findest du von allem etwas.
Schulmädchen in Afrika
Auch hier gibts ne Story zum Bild… Ich war mit einem Travelmate aus dem Hostel (White House Tanzania) in der Kunstgalerie und im Cultural Heritage Museum von Arusha, da er noch zur Bank musste und ich noch etwas zu Essen kaufen wollte trennten sich unsere Wege nach einem Kaffee im empfehlenswerten Africafe. Ich entschied mich eine Dala-Dala (Minibus) zu nehmen, jedoch sind die Busse nicht mit Ziel oder einer Nummer ausgestattet. Also fragte ich den „Geldeintreiber“… Nach 5 Minuten habe ich auf Google Maps gesehen, dass der Bus am Kreisverkehr in die (für mich) falsche Richtung abgebogen ist. Schnell raus…. Da es noch 1 Stunde bis zum Sonnenuntergang war, entschied ich mich nun doch zum Hostel zu gehen. Mit Google Maps natürlich. Dabei ging ich entlang der Eisenbahnschienen und durch kleine Dörfer, vorbei an lokalen Märkten und Streetfood und einer Schule. Die Schulbusse auf dem Weg stoppten teilweise damit die Grundschüler mich betrachten und wir uns gegenseitig winken konnten. Es waren wohl nicht so häufig Weiße in der Ecke unterwegs. Das Foto ist entstanden als ich die Schule passiert habe. Die Jungs waren sehr beschäftigt Fußball zu spielen. Aber die Mädchen haben mich gesehen, plötzlich kamen sie alle in meine Richtung gelaufen und haben wir gewunken. „Hello; how are you; whats your name“ So ist es mir häufiger passiert auf meiner Reise. Ich möchte jedoch auch nicht verschweigen, dass besonders in touristischen Gebieten Kinder dich anschauen und nur „GIVE ME MONEY“ sagen. Leider kann man nicht immer etwas geben. Besonders gefreut haben Kids sich aber über Süßigkeiten und Saft.
Die Jungs sind beschäftigt. Ein paar schauen mal rüber und winken, doch der Gegner kennt kein Pardon, das Spiel geht weiter. Mal wieder zu sehen: Fußball gespielt wird fast überall auf der Welt.
voller Bus in Afrika
Groß steht auf dem Bus „LUXURY BUS“, was den Bus zum Luxusliner macht, habe ich noch nicht verstanden. Die Fahrt von Arusha nach Lushoto soll eigentlich nur 15.000 TSH (ca. 5,50 EUR) kosten und eine Direktverbindung sein. Ich fragte 3 Mal nach, ob es DIREKT sei, kein Umsteigen notwendig. JA, JA, JA war die Antwort. Ergebnis: Kurz vor Mombo (einer großen Raststätte auf dem halben Weg nach Dar es Salaam), kam jemand zu mir und sagte mir ich müsse aussteigen, das Dala-Dala (Minibus) sei bereits bezahlt. Ich nehme es gelassen. Im Minibus ist es leider noch etwas enger als vorher, aber ich komme nach 7 Stunden an im schönen Lushoto.
Wasserfall
Ein echtes Highlight auf meiner Reise, war meine Wanderung in Lushoto. Ein kleiner Ort in den Bergen im Nordosten Tansanias. Route: Hostel in Lushoto – Kisasa Waterfalls – Irente Viewpoint – Irente Farmlodge (Lunch) – Hostel in Lushoto. Ca 24 Kilometer. Übernachtet habe ich im David Crater Homestay, kein typisches Hostellife, aber eine sehr schöne Unterkunft.
Ausblick auf die Berge
Das ist der Ausblick Richtung Tal, im Hintergrund folgen wieder Berge. Die Umgebung ist hier besonders grün, eine Abwechselung von der Savannenlandschaft.
Mann zeigt auf grüne Fläche
Irente Viewpoint Lushoto (1)
Große grüne Flächen
Hast du schon mal gesehen wir Ananas wachsen? Sie wachsen aus dem Boden, ca. 35 cm hoch und können alle 3-4 Monate geerntet werden.
Hafen bei Sonnenuntergang
In Dar es Salaam kannst du den Sonnenuntergang bei einem Drink von der Rooftop Bar des Hyatt Hotels genießen. Die Getränke sind verhältnismäßig preiswert, Cocktails, Gin etc. ist etwas teurer.
Streetfood Markt
Streetfood auf dem Fodohari Market in Stone Town, Sansibar
Maiskolben auf einem Grill
In Ostafrika wird häufig gegrillter Mais auf der Straße verkauft. Auf Sansibar haben die Händler selbstgebaute Wagen zum Schieben. Gewürzt wird der Maiskolben mit einer Salz-Limette-Chili-Mischung. Sehr zu empfehlen!
Schild der alten Burg
Die alte Burg in Sansibar lohnt sich zur Besichtigung, am besten mit Guide. Kostenpunkt 5 Dollar
Text über Freiheit für Sklaven
Das Museum „Old Slave Market“in Stone Town, Sansibar ist definitiv einen Besuch wert, Mehrere Tafeln berichten über den Sklavenhandel und Sansibar als Hotspot. Eine traurige Geschichte und leider heute aktuell (wenn auch in anderer Form). Das Museum hat Verbesserungspotential und könnte die Geschichte mit mehr Medienvielfalt emotionaler an den Gast bringen. Für den Moment reichen aber Texte und Bilder aus!
Sonnenuntergang über dem Meer
Sonnenuntergang Stone Town Sansibar
Auf Sansibar habe ich eine Gewürztour auf einer Gewürzfarm gemacht. Diese Spicetouren werden sehr viel angeboten, ab 15 EUR geht es los. Ahmad, mein Travelmate aus Ägypten und ich sind auf eigene Faust mit einem Dala-Dala (Minibus) dorthin gefahren. Eigentlich sollte die Fahrt weniger als 50 Cent kosten, wir wurden aber verarscht und haben insgesamt 4 EUR bezahlt. Sehr ärgerlich, nicht mal wegen des Geldes, aber weil wir darauf hereingefallen sind. Normalerweise bezahlt man erst am Ende der Fahrt, aber ein Mann war sehr aufdringlich und wollte uns herauswerfen, wenn wir nicht direkt bezahlen, wir hatten nur einen großen Schein. Das Rückgeld haben wir nie wieder gesehen. An dem Trick waren mind. 2 Mithelfer beteiligt, die befürworteten, dass wir zahlen sollten… Der einzige Vorfall dieser Art. Nach ca. 20 Minuten Fahrt von Stone Town sind wir an der Spice Farm angekommen. Vor Ort verhandelten wir den Preis 15,000 TSH ca. 5,5 EUR für zwei Personen. Dafür hatten wir dann eine private Führung durch die Gärten mit Erklärung zu den Pflanzen. Vanille, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt, Kardamom, Bananen, Ananas, Dragon Fruit, Kokosnüsse, Avocado, Süßkartoffeln, Kaffee und viel mehr. Als Showeinlage klettert ein junger Mann die Kokospalme hinauf und singt etwas. Er fragt vorher, ob alle bereit sind zu Filmen 😀 Die Kokosnuss darf dann getrunken werden. Als kulinarisches Highlight am Ende durften wir verschiedene Früchte, Tees und Kaffee probieren.
2 Taucher am Strand
Divine Diving Tauchschule
2 Taucher unter Wasser
Yeah! Ich hatte es mir immer mal wieder vorgenommen, aber nie so richtig. Nun hatte ich die Zeit und Lust den Tauchkurs zu machen. In nur 4 Tagen habe ich meinen Open Water Diver Zertifikat abgeschlossen. Der Kurs besteht aus 1-2 Tagen Theorie per App oder vor Ort, dann 1-2 Tage 6 Tauchgänge im Pool und 2 Tage mit je zwei Tauchgängen im Meer. Die Tauchschule Divine Diving auf Sansibar kann ich dabei absolut weiterempfehlen. Aktuell (2021) liegt der Preis bei 500 USD, abzüglich 10 % Rabatt, falls du vorab reservierst. https://www.divine-diving.com/
2 Taucher unter Wasser
Hier siehst du mich bei meinem zweiten Tauchgang. Unter Wasser werden verschiedene Übungen durchgeführt, vor allem zur Vorbereitung auf einen Notfall, aber auch allgemeines. Diese Übungen werden immer wieder wiederholt. Bei der Prüfung musst du sie alleine durchführen.
Seestern am Strand
In Nungwi, Sansibar konnte man am Strand und unter Wasser viele Seesterne sehen. Es werden auch Touren angeboten, bei denen man die Seesterne sucht und in der Hand hält, aber ehrlich gesagt würde ich davon abraten. Wenn du unbedingt einen Seestern berühren möchtest, rette ihn doch am Strand vor dem Austrocknen! 🙂
Kokospalmen
Kokosnüsse im Überfluss auf Sansibar. Eine Kokosnuss kann ab 1.000 TSH – 37 Cent gekauft werden, am Strand auch gerne 2.000-3.000. Ich persönlich liebe es, das Kokoswasser zu schlürfen! Kokosnüsse aus Sansibar nach Deutschland mitbringen ist erlaubt! Ich selber habe 8 Kokosnüsse und 1 KG Datteln als Aufgabegepäck mitgebracht. Warenwert 8-10 EUR. Lediglich das Ministerium für Agrarwirtschaft am Flughafen auf Sansibar hat abkassiert. Ich müsse ETWAS bezahlen war die Aussage…. Ich habe versucht mich zu drücken, am Ende habe ich mit meinen kleinsten Schein (5 USD) bezahlt.
Mann in weißen Hemd bei Sonnenuntergang vor Segelboots
Sonnenuntergang in Michamvi, Sansibar
Herz aus Gras mit Feuer im Hintergrund
Der Sonnenuntergang am Michamvi Beach ist ein echter Tourimagnet. Denn an der Ostküste ist der Sonnenuntergang nicht zu sehen, da Michamvi auf eine Halbinsel ist, kann von hier aus der Sonnenuntergang beobachtet werden. Hier gibt es Getränke, Essen, ein Lagerfeuer und lokale Tänze werden aufgeführt.
Eine Herde schwarzer Kühe am Strand
Jeden Nachmittag wurde vor meinem Hostel auf Sansibar eine Herde Kühe getrieben. Da musste ich gleich an mein kleines Heimatdorf denken. 😀
Baustil auf Sansibar
Am letzten Tag bin ich mit zwei Travelmates von Paje nach Stone Town gefahren. Wir hatten schon einige Zeit auf den Bus gewartet und haben schon nach einem Taxi Ausschau gehalten, doch dann kam der ‚Bus‘. Ein Transporter mit offener Ladefläche/ Pritsche. An den Seiten waren sehr tiefe Bänke montiert, und ein Dach auf der Höhe von ca. 1,3 Metern. Sodass Sitzen im Bus gerade möglich war. Der Fahrer wollte den Koffer von Melissa auf dem Dach transportieren, doch wir lehnten ab. Zu Beginn der Busfahrt hatten wir noch Platz, aber auf dem Weg Richtung Stone Town wurde es immer enger. Wir wurden immer weiter zusammengequetscht, der Ticketverkäufer gab sogar Anweisungen wie wir zu sitzen hatten 😀 Privatsphäre, Coronaabstand, alles vergessen. Kopf auf die Knie, Augen zu und durch ca. 30 Minuten waren es noch. Es hört sich hier jetzt sehr dramatisch an, aber wer mich kennt, weiß, dass ich genau nach solchen Erfahrungen suche und es dann mit Humor nehmen kann. Meine Travelmates waren da gleichgesinnt. Bitte lass dich nicht von dem Dala-Dala als lokalem Transport abschrecken! Du entscheidest, in welchen Minibus du einsteigst. Die meisten sind kleine Busse. Du kannst für mehr Platz, einfach zwei Plätze kaufen, es bleibt weiterhin sehr günstig. Diese längere Fahrt hat 2,000 TSH gekostet, also ca. 0,80 EUR.

Ich hoffe die Bilder haben dir gefallen. Wenn Du Fragen hast, schreibe gerne einen Kommentar, eine E-Mail oder folge mir auf Instagram.

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Kommentare

  1. Papa

    Hi Till,toll geschrieben.
    Mit viel Mut hast du wieder viel Lebenserfahrung gemacht.
    Aber auch schön das du wieder zu Hause bist.
    Papa

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